Mehr-Generationen-Urlaub

Oma möchte lesen, Opa möchte wandern, die Kleinen wollen schwimmen und Mama und Papa möchten ausschlafen. Wenn mehrere Generationen gemeinsam Urlaub machen, kann das schnell im Chaos enden. Muss es aber nicht. Ein Mehr-Generationen-Urlaub kann auch zur perfekten Reise für alle werden.
Mehr-Generationen-Urlaub
Ein Familienurlaub mit der gesamten Familie sollte gut geplant werden!
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Die richtige Planung ist Alles

Wenn sich Großeltern, Eltern und Kinder dafür entscheiden, gemeinsam in den Urlaub zu fahren, ist eine gute Planung das A und O. Denn während es vor gar nicht allzu langer Zeit noch üblich war, dass mehrere Generationen zusammen unter einem Dach gelebt haben, kann das Thema heute auch eine Menge Konfliktpotenzial bergen.

Ein Mehr-Generationen-Urlaub will also gut vorbereitet werden. Dazu gehört zum Beispiel die gemeinsame Überlegung, wo die Reise hingehen soll. Wichtig ist es auch, schon im Vorfeld gemeinsam zu überlegen, welche Ausflüge am Urlaubsort unternommen werden können. Denn das beugt Diskussionen auf der Reise vor. Und auch die Frage, wie viel Zeit die Familie miteinander verbringen möchte und wie die Tagesabläufe bei beiden Parteien aussehen, sollte schon gestellt werden, bevor das Ziel erreicht ist. Das kann auch zu dem Ergebnis führen, dass vielleicht nicht immer gemeinsam gegessen werden soll, weil die Großeltern erst später frühstücken möchten oder die Kleinen am Abend eher hungrig sind.

Außerdem bietet es sich in vielen Fällen an, kleine Auszeiten im Vorfeld abzustimmen. Denn so muss  nicht erst im Urlaub überlegt werden, wann Oma und Opa einmal Zeit für sich alleine haben. Und auch wann die Großeltern etwas mit den Kleinen unternehmen, damit sich die Eltern einmal einen Nachmittag lang erholen können, kann schon vor der Reise abgestimmt werden. Wichtig ist es auch, gut und gründlich zu überlegen, wo die Familie im Urlaub wohnen möchte.

Ferienhaus oder Hotel

Bevor sich die Familie entscheidet, wie das Urlaubsdomizil aussehen soll, sollten alle gemeinsam abwägen, was ihnen wichtig ist. Denn zwar bietet ein Ferienhaus den Vorteil, dass es keine festen Essenszeiten gibt, auf der anderen Seite überzeugt das Hotel, weil Betten machen, kochen und andere Dinge, die sonst geregelt werden müssen, weg fallen.

Um Konfliktpotenzial vorzubeugen, ist es von Vorteil, wenn die Unterbringung räumlich getrennt erfolgt. Das heißt, wenn es zwei Ferienhäuser gibt: eines für die Großeltern, eines für die Eltern und die Kinder. Denn so können sich beide Parteien auch einmal zurückziehen. Das gilt auch im Hotel. Letztendlich sollte jede Familie individuell für sich überlegen, ob ihnen der Aufenthalt im Hotel oder in der Ferienwohnung besser gefällt.

Konfliktpotenzial ausräumen

Im Vorfeld geklärt werden sollte auch, dass Oma und Opa nicht nur als Babysitter mitfahren, sondern dass auch sie Urlaub machen möchten und sollen. Und auch die jeweiligen Bedürfnisse müssen auf die Tagesordnung, bevor die Familie die Reise beginnt. Dazu gehört es zum Beispiel, dass thematisiert wird, ob die Großeltern sich mittags hinlegen möchten und vieles mehr. Damit der Urlaub nicht im Streit endet, ist es wichtig, dass Regeln, die zu Hause gelten, auch auf der Reise eingehalten werden. Dazu gehört es zum Beispiel, dass auch im Urlaub die Eltern für die Erziehung der Kinder zuständig sind.

Und auch die Dauer der gemeinsamen Ferien kann eine wichtige Rolle spielen. Dabei gilt: besser kürzer als länger. Denn je länger ein Urlaub dauert, desto mehr Streitstoff kann sich in der Zeit aufstauen. Ganz besonders dann, wenn niemand das, was ihn stört, offen anspricht. Darum sollten Probleme im Urlaub grundsätzlich zeitnah, aber sachlich, auf den Punkt gebracht werden. Denn nur so ist es möglich, dass nach einer guten Lösung für alle Beteiligten gesucht werden kann. Und noch eines darf nicht fehlen, wenn die gemeinsame Reise für alle zum Gewinn werden soll: die Kompromissbereitschaft. Denn nicht immer können alle Bedürfnisse gleichermaßen befriedigt werden. Darum ist es wichtig, dass jeder auch einmal zurücksteckt.

Doch auch, wenn für den Mehr-Generationen-Urlaub einige Vorarbeit geleistet werden muss: Eine gemeinsame Reise lohnt sich. Sie lässt die Familie oft noch enger zusammenwachsen.  

Daniela Lukaßen