Moderne Pflegemärchen

Wenn es darum geht, was Babyhaut gut tut, gibt es viele Missverständnisse - nicht nur rund um den Wundschutz.
Mutter cremt ihr Baby ein
Es gibt jede Menge Mythen rund um die Babypflege.Kati1313 | Dreamstime.com

Dank wissenschaftlicher Erkenntnisse wissen wir heute vieles besser, wenn es um das Thema Baby geht. Doch auch unsere Zeit hat ihre Mythen. 

Eincremen schwächt die Haut

Einer der hartnäckigsten Irrtümer: Regelmäßiges Eincremen macht die Haut von der Pflege abhängig, sodass sie sich selbst nicht mehr ausreichend schützen kann. 
Tatsächlich kann Babyhaut Unterstützung gut gebrauchen, denn die Talgproduktion ist noch nicht ausgeprägt und die Haut neigt zu Trockenheit. Gerade nach dem Waschen und Windelwechseln ist eine Pflege deshalb sinnvoll, um die Haut vor dem Austrocknen zu bewahren. 

Muttermilch auf wunde Stellen der Babyhaut 

Schon im Mittelalter glaubten Hebammen an die Heilkraft der Muttermilch. Ein wissenschaftlicher Nachweis ihrer positiven Wirkung durch ein Auftragen auf die Haut fehlt bis heute. 
Erwiesen ist jedoch, dass mit dem Stillen die in der Muttermilch enthaltenen Abwehrstoffe unter anderem das Allergierisiko bei Neugeborenen mindern. Mütter sollten daher möglichst ein halbes Jahr lang stillen. 

Olivenöl für die Körperpflege 

Speiseöle sind Nahrungsmittel. Das heißt, sie unterliegen der Lebensmittelverordnung. Sie werden aber nicht auf Hautverträglichkeit geprüft. Dermatologisch getestete Babypflegeprodukte, zum Beispiel von Penaten, sind nachweislich für die Hautpflege geeignet. 

Zum Waschen reicht Wasser

Wasser gilt seit jeher als natürlichstes und reinstes Mittel in der Babypflege. Doch Fette, die zum Beispiel im Stuhl enthalten sind, lassen sich damit allein nicht entfernen: Der Po wird nicht richtig sauber und kann leichter wund werden. Das Waschen nur mit Wasser begünstigt außerdem den Entzug von Feuchtigkeit aus der Haut. Beim Reinigen sollten Eltern daher eine milde Waschlotion oder einen rückfettenden Badezusatz verwenden, die speziell auf die Bedürfnisse der Babyhaut abgestimmt sind. 

Essverhalten der Mutter beeinflusst Babys Haut nicht

Nehmen Mütter beispielsweise viele säurehaltige Lebensmittel zu sich, kann Babys Po leichter wund werden. Vor allem Zitrusfrüchte geben Substanzen an die Muttermilch ab, die Babys oft nicht vertragen – was zu Hautreizungen führen kann. Stillende sollten daher den Genuss von Frucht- und Essigsäuren während der Stillzeit möglichst einschränken. 

Duftstoffe meiden

Parfüm als Zusatz in der Babypflege wird oft rigoros abgelehnt. Jedoch haben viele unparfümierte Produkte einen Eigengeruch, der als unangenehm empfunden werden kann. Die gesetzlichen Vorgaben der Europäischen Kosmetikverordnung sorgen dafür, dass nur diejenigen Duftstoffe für Gesichts- und Körperpflegeprodukte verwendet werden, die für die jeweilige Produktkategorie als sicher beurteilt wurden. 

Tägliches Baden tut gut

Zu häufiges und zu langes Baden reizt die Haut und kann ihr Feuchtigkeit entziehen. Ein- bis zweimal die Woche ein drei- bis fünfminütiges Bad mit einem milden und rückfettenden Badezusatz für Babys (zum Beispiel von Penaten) genügt. Zwischendurch reicht die Reinigung des Säuglings mit einem frisch gewaschenen Waschlappen und lauwarmem Wasser.

Quelle: Penaten Creme