Erstausstattung: Was braucht man wirklich?

Auf die meisten Neugeborenen wartet bei ihrer Ankunft bereits ein komplett ausgestattetes Kinderzimmer, das keine Wünsche offen lässt. Immerhin geben Eltern im Durchschnitt knapp 2.980 Euro für die Babyerstausstattung aus. Eine stolze Summe, die in dieser Dimension eigentlich nicht nötig wäre. Doch welche Anschaffung macht tatsächlich Sinn und bei welchen Produkten handelt es sich vielmehr um ein Nice to Have?
Nicht alles, was auf Erstausstattungslisten steht, brauchen junge Eltern wirklichMichael Schütze www.fotolia.de
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Mit dem Baby unterwegs

Bereits für den Weg vom Krankenhaus nach Hause braucht es natürlich eine geeignete Transportmöglichkeit. Aber auch für Spaziergänge und Ausflüge sollte man eine entsprechende Ausstattung vorhalten. Deshalb gehören zur Erstausstattung zwingend

  • eine Babyschale fürs Auto,
  • ein Kinderwagen,
  • ein Regenverdeck sowie
  • je nach Witterungslage ein Fußsack.

Buggy, Tragetasche, ein Jogger sowie diverse Babytragen sind hingegen keineswegs nötig. Ähnlich sieht es mit dem Tragetuch aus. Es erleichtert das Umhertragen des neuen Erdenbürgers zwar ungemein, ist jedoch kein absolutes Muss. Und auch auf die teure Wickeltasche kann man grundsätzlich verzichten, denn die meisten Utensilien für unterwegs lassen sich auch in einem normalen Rucksack prima verstauen.

Babymöbel für zuhause

Auch in den eigenen vier Wänden sind die meisten Kinder nahezu perfekt ausgestattet, ohne dass dafür jedoch eine wirkliche Notwendigkeit besteht. Dringend zu empfehlen ist allerdings die Anschaffung von:

  • Babybett samt Matratze, Matratzenschöner und Laken
  • Wickelauflage
  • Windeleimer mit Deckel

Ein Stubenwagen oder eine Wiege sind genauso entbehrlich wie Laufstall, Betthimmel, Zudecke und Nestchen. Auch ein Wickeltisch ist nicht zwingend notwendig, kann man ein Baby doch auch wunderbar auf dem Sofa oder dem Küchentisch wickeln. Ein Reisebett macht nur dann Sinn, wenn tatsächlich in absehbarer Zeit eine Auswärtsübernachtung geplant ist. Häufig kann man für diese seltenen Gelegenheiten auch eines ausleihen.

Mode für die Kleinen

Die meisten Kleiderschränke junger Familien quellen schier über vor Stramplern, Bodys und anderweitigen Bekleidungsstücken. Dabei wird allzu oft vergessen, dass Babys schnell wachsen und damit die meisten Sachen kaum tragen können. Deshalb sollte man es mit dem diesbezüglichen Einkauf nicht übertreiben. Als Grundausstattung reichen

  • 8 Bodys (Kurz- und Langarm) mit Knopfleiste im Schritt oder zum Binden,
  • 6 Pullis und T-Shirts,
  • 4 – 5 Strampler,
  • 4 – 5 Strumpfhosen,
  • 3 Schlafanzüge (Einteiler),
  • 4 Paar Babysöckchen,
  • eine dicke und eine dünne Jacke,
  • eine dicke und eine dünne Mütze,
  • ggf. ein Winteranzug und
  • ein dicker und ein dünner Schlafsack.

Die Kleider sollten in den Größen 56 bis 62 variieren. Nicht zwingend benötigt werden hingegen eine Babydecke sowie ein Lammfell fürs Bettchen, welches ohnehin einen gefährlichen Wärmestau verursachen kann.

Zurückhaltung bei der Babypflege

Gerade beim Thema Babypflege meinen es die meisten Eltern zu gut und kaufen unzählige Produkte für die empfindliche Babyhaut. Doch gerade hier sollte man sich unbedingt in Zurückhaltung üben und sich lediglich auf die wirklich notwendigen Utensilien beschränken:

  • Badethermometer
  • Windeln
  • Wundschutzcreme
  • Nagelschere für Babys
  • eine weiche Babybürste
  • Spucktücher
  • Waschlappen

Badezusätze, Cremes und Feuchttücher schaden hingegen mehr, als sie nützen, greifen sie doch den natürlichen Schutzmantel der Babyhaut an. Wesentlich sinnvoller ist deshalb die Reinigung mit lauwarmem Wasser, Olivenöl und einem Schuss Muttermilch, sowohl beim Baden als auch beim Wickeln des Kindes. Und auch um Wattestäbchen zum Säubern der Ohren sollten Eltern besser einen großen Bogen machen.

Nette Ergänzung für den einfacheren Alltag mit Baby

Natürlich gibt es noch so manchen Babyartikel, der den Eltern ihren Alltag erleichtert, ohne allerdings ein echtes Muss zu sein.

  • Babyphone,
  • Stillkissen,
  • Vaporisator und
  • Flaschenwärmer

sind war nicht obligatorisch, bringen allerdings eine gewisse Entlastung. Auch eine Spieluhr, Rasseln und Beißringe sind vollkommen in Ordnung, müssen jedoch nicht im Übermaß vorhanden sein.