Kopfläusen vorbeugen: Mit diesen Tipps können Sie sich schützen

Kopfläuse können sehr lästig sein. Das gilt für Kinder, aber auch für Erwachsene. Doch kein Grund zur Panik, es gibt viele wirkungsvolle Methoden, wie man sich vor Kopfläusen schützen kann. Und auch, wer bereits betroffen ist, kann sie wieder los werden. Welche Tipps gibt es gegen Kopfläuse?
Mutter benutzt Läusekamm, weil ihr Kind Kopfläuse hat.
Kopfläuse können für Kinder sowie für Erwachsene zur echten Plage werden. Hier gibt es Tipps zur Bekämpfung von Läusen auf dem Kopf.RioPatuca Images; M; 6 Credits

Dem Kopflausbefall auf der Spur

Ein dauerhaftes Jucken am Kopf ist meist ein erstes Anzeichen dafür, dass ein Befall durch Kopfläuse vorliegt. Bei Kindern kommen diese häufiger vor als es bei Erwachsenen. Betroffen sein kann jedoch jeder – unabhängig vom sozialen Status und der individuellen Hygiene.
Wer Läuse erkennen möchte, sollte – am besten unter Zuhilfenahme einer Lupe – einen Blick auf den Kopf wagen: Die Kopflaus ist etwa drei Millimeter groß – sie hat somit in etwa die Größe einer Stecknadel. Außerdem besitzt die Laus sechs Beine, die wiederum Krallen haben, mit denen sie in der Lage ist, sich zum Beispiel an Haaren festzuhalten oder bequem den Wirt zu wechseln.

Gut zu wissen: Im Haar befinden sich jedoch nicht nur ausgewachsene Kopfläuse, sondern auch die Eier (Nissen). Diese sind etwa einen Millimeter groß, oval und von gräulicher bis brauner Farbe.

Welche Tipps gegen Kopfläuse gibt es?

Wer eine Person kennt, die von Kopfläusen betroffen ist, sollte zunächst einmal Abstand halten. Die Läuse können zwar weder springen noch fliegen, aber sie verbreiten sich in der Regel über direkten Körper- beziehungsweise Kopfkontakt. Aus diesem Grund sind es vor allem Kindergärten oder Schulen, in denen sich die Kopfläuse von einem Wirt zum nächsten verbreiten – hier werden oftmals die Köpfe zusammengesteckt, gespielt und gekuschelt. Nicht selten kommt es daher vor, dass zum Beispiel im Kindergarten mehrere Kinder parallel von Kopfläusen betroffen sind. Läuse in den Haaren können hier zum echten Problem werden.
Dabei muss nicht unbedingt der direkte Kontakt zwischen Haut und Haar stattgefunden haben.

  • Über Kleidungsstücke, wie zum Beispiel Mützen oder Jacken, können die Kopfläuse ebenfalls bequem den Wirt wechseln.
  • Auch Geschwister, die zum Beispiel im gleichen Bett schlafen oder die gleichen Handtücher im Badezimmer benutzen, ermöglichen einen Befall von Kopfläusen.

Unser Tipp: Kopfläuse sind kälte- und hitzeempfindlich, weshalb sich einerseits das Waschen bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius anbietet. Andererseits können Sie Kuscheltiere, Decken und Co. in einen Plastiksack luftdicht verschließen und für ein paar Tage in die Tiefkühltruhe legen.
Ein weiterer sinnvoller Tipp: Um die Kopfläuse zu beseitigen, sollten Sie einen so genannten Läusekamm benutzen. Mit diesem kämmt man die Haare Strähne für Strähne, um Läuse und Nissen zu entfernen. Darüber hinaus ist es beispielsweise bei Mädchen zu empfehlen, die Haare geschlossen zum Zopf zu tragen, da sich die Läuse hier schlechter festhalten können.

Es gibt noch andere Plagegeister: Wie erkenne ich Filz- und Kleiderläuse?

Nicht nur Kopfläuse, sondern auch Filz- und Kleiderläuse, zählen zu den Plagegeistern, die häufig für Ärger sorgen. Die Filzläuse sorgen für einen enormen Juckreiz und führen zu einer deutlichen Rötung der Haut. Gerade Ausscheidungen der Filzläuse können meist in Form so genannter „Rostflecken“ in der eigenen Wäsche erkannt werden. Wer einen Befall verhindern möchte, sollte darauf achten, nicht den Körperkontakt zu Personen zu suchen, die gerade von Filzläusen befallen sind.
Kleiderläuse befinden sich wie der Name schon sagt, häufig in der Kleidung. Das bedeutet, dass sie sich eine Stelle in der Bekleidung suchen und hier zum Beispiel ihre Eier ablegen. Tipps gegen Läuse dieser Art lassen sich schnell finden. So ist es empfehlenswert, die betroffenen Kleidungsstücke bei 60 Grad Celsius zu waschen, wenn die Filzläuse sich in diesen verbreitet haben. Ebenfalls ist es möglich, dass betroffene Gegenstände über einen Zeitraum von mehreren Tagen luftdicht in einem Beutel eingelagert werden, bis die Parasiten abgestorben sind.