Extra-uterin-Schwangerschaft

In sehr seltenen Fällen nistet sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern in der Bauchhöhle oder in den Eileitern ein. Eine Embryo-Entwicklung ist in diesem Fall ausgeschlossen.
Uterus mit Eileitern.
Kommt es zu einer Eileiterschwangerschaft, heißt es sofort reagieren. Guniita | Dreamstime.com
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Ursachen 

Sind durch frühere Operationen oder Entzündungen die Eileiter für das befruchtete Ei nicht passierbar, kann es in den Bauchraum ausweichen oder in den Eileitern bleiben.

Aber auch das Tragen einer Spirale kann Ursache einer Bauchhöhlen- oder Eileiterschwangerschaft werden, genauso wie die künstliche Befruchtung, da hier mehrere Eizellen in die Gebärmutter eingepflanzt werden: Das Risiko, dass sich eine Eizelle außerhalb der Gebärmutter einnistet, steigt.

Wenn Sie schon einmal eine Bauchhöhlenschwangerschaft hatten, steigt das Wiederholungsrisiko.

Diagnose

Eine Extra-uterin-Schwangerschaft ist für die betroffene Frau gar nicht so leicht zu diagnostizieren. Denn häufig stellen sich alle Anzeichen einer normalen Schwangerschaft ein, Blutungen und Schmerzen im Unterleib sollten Sie jedoch aufmerksam machen.

In manchen Fällen ahnen die betroffenen Frauen gar nicht, dass sie schwanger sind, da die Blutungen während einer Exta-uterin-Schwangerschaft denen der Periode sehr ähnlich sein können.

Bei ungewöhnlichen Schmerzen im Unterleib sollten Sie also unbedingt den Gynäkologen aufsuchen, nicht nur im Falle einer bereits festgestellten Schwangerschaft.

Eine Extra-uterin-Schwangerschaft ist vom Gynäkologen leicht festzustellen: Ist das Schwangerschaftshormon HCG im Blut vorhanden, ist eine Schwangerschaft nachgewiesen.
Findet der Gynäkologe in der Gebärmutter per Ultraschall aber keinen Embryo vor, wird er entweder annehmen, der Embryo sei vor kurzem abgestoßen worden, oder dass eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter vorliegt.

In den meisten Fällen lässt sich per Ultraschall eine Extra-uterin-Schwangerschaft sofort feststellen.

Eine Bauchhöhlen- oder Eileiterschwangerschaft endet in der Regel von allein – es wird kein Fötus entwickelt, die Eizelle wird abgestoßen. In seltenen Fällen muss der Arzt medikamentös oder operativ das Zellwachstum beenden.

Sollte bei Ihnen der Verdacht einer Extra-uterin-Schwangerschaft vorliegen und Sie leiden unter starken Kreislaufproblemen, Schwindel, Ohnmacht oder Blutungen, sollten Sie das nächste Krankenhaus aufsuchen, da eine Extra-uterin-Schwangerschaft auch lebensbedrohlich werden kann.