Schwangerschaft: Verhaltenstipps für Saunagänger und Sonnenanbeter

Während der Schwangerschaft sollen werdende Mütter sich und ihrem Körper viel Gutes gönnen. Und auch der Seele sollte immer wieder die Möglichkeit gegeben werden, Kraft zu tanken. Deshalb lautet die konsequente Empfehlung an Schwangere, sich die wichtigen Auszeiten rigoros zu nehmen und viel Zeit mit lieb gewordenen Hobbys und Entspannungsszenarien zu verbringen. Wenn allerdings der Gang in die Sauna oder das ausgedehnte Sonnenbad für eine werdende Mutter die ultimative Entspannung bedeuten, sollte sie sich eher in Zurückhaltung üben.
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Zurückhaltende Saunabesuche

Werdende Mütter, die bereits geübte Saunagänger sind, müssen auch in der Schwangerschaft auf dieses beliebte Entspannungselement nicht verzichten. Denn prinzipiell stellt ein Gang in die Sauna auch für Schwangere kein Problem dar. Allerdings sollte dabei bedacht werden, dass die Hormonumstellung sowie das zusätzliche Körpergewicht den Kreislauf ohnehin belasten, die Saunahitze tut dabei ihr Übriges. So kann sogar ein saunageübter Körper in der Schwangerschaft in der Schwitzkabine schlapp machen.
Deshalb sollten es Schwangere eher langsam und vorsichtig angehen lassen und sich nicht zwingend in das Vergnügen der 90 Grad Sauna stürzen, sondern es bei 50 bis 60 Grad belassen. Und auch bei Dampfbädern ist eine gewisse Vorsicht geboten, denn wenngleich hier keine übertriebene Hitze vorherrscht, so sorgt doch die hohe Luftfeuchtigkeit schnell für Kreislaufprobleme.
So sollte man für den Besuch der Sauna seine Gewohnheiten dahingehend umstellen, dass nicht nur die Höchsttemperatur geringer ausfällt, sondern auch die niedrigeren Sitzplätze gewählt und der Saunagang zeitlich begrenzt wird. Für den ersten Saunabesuch ist die Schwangerschaft hingegen definitiv der falsche Zeitpunkt.

Hygienische Aspekte beachten

Wenngleich auch in der Schwangerschaft der Saunalust gefrönt werden darf, so ist neben den kreislaufrelevanten Aspekten auch auf hygienische Gesichtspunkte Wert zu legen. Gerade in textilfreien Saunen ist aufgrund der austretenden Körperflüssigkeiten und des direkten Hautkontakts mit den Saunabänken eine Infektionsgefahr, gerade im Genitalbereich, gegeben. Deshalb sollten Schwangere stets ihr eigenes Saunatuch benutzen. Auch eine Textilsauna kann eine Alternative sein. Gegen die Teilnahme an Quastenaufgüssen ist aus hygienischer Sicht allerdings nichts einzuwenden.

Bitte keine Sonnenbäder

Während unter der Beachtung wichtiger Verhaltensregeln dem Gang in die Sauna auch während der Schwangerschaft nichts im Wege steht, dürfen sich passionierte Sonnenanbeter über ähnliche Möglichkeiten nicht freuen. Denn ein zu ausgiebiges Sonnenbad sollte während der neun Schwangerschaftsmonate tabu sein.
UV-Strahlung birgt ohnehin ein gewisses Gefahrenpotenzial. In der Schwangerschaft macht der hormonelle Einfluss im mütterlichen Organismus die Haut zudem anfälliger gegenüber diesen Strahlen. Im Ergebnis neigen schwangere Frauen, die sich dem Sonnenbad oder dem Solariumbesuch hingeben, vermehrt zu gereizter Haut, Sonnenbrand, Sonnenallergien und Pigmentflecken.
Daneben ist sich die Forschung noch nicht darüber im Klaren, welchen Einfluss übermäßige UV-Strahlung in der Schwangerschaft auf das Ungeborene nimmt. Vermutet wird jedoch, dass die Sonneneinwirkung zu einem vermehrten Abbau von Folsäure führt, die jedoch gerade in der Frühschwangerschaft elementar für die neurologische Entwicklung des Embryos ist. Da diesbezüglich noch keine wissenschaftliche Sicherheit besteht, wird für die Zeit der Schwangerschaft konsequent von Sonnenbädern abgeraten. Zumindest jedoch in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten wird empfohlen, auf das Sonnenbad zu verzichten.
Im späteren Schwangerschaftsverlauf ist es natürlich nicht möglich, die Sonne konsequent zu meiden. Dann allerdings sollte auf ausreichenden Sonnenschutz durch Sonnencreme und geeignete Kleidung geachtet werden. Auch ein Sonnenhut mit breiter Krempe gehört zum Standardequipment der Schwangeren. Im Idealfall hält sie sich vorwiegend an einem schattigen Ort auf, der sie vor übermäßiger UV-Belastung schützt.